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Ausdauer Lexikon

Unter Ausdauer versteht man in sportwissenschaftlicher Hinsicht die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung bzw. die rasche Wiederherstellungsfähigkeit nach einer Belastung. Die Ausdauer ist die Fähigkeit, Belastung in einem bestimmten Ausmaß (wie etwa Laufgeschwindigkeit) über eine möglichst langen Zeitraum aufrechterhalten zu können, ohne dabei vorzeitig körperlich und geistig zu ermüden und sich so schnell wieder zu regenerieren.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit dem Wort Ausdauer das Durchhaltevermögen einer Person beschrieben. Der Begriff Ausdauer im sportlichen Sinn, als motorische Fähigkeit: Die Ausdauer stellt neben Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit (Gelenkigkeit und Dehnfähigkeit) eine grundlegende motorische Fähigkeit dar.
Diese Grundfertigkeiten werden in unterschiedlichem Maße, ja nach Sportart trainiert. Zu den Ausdauersportarten gehören: Langlauf, Marathon, Triathlon, Orientierungslauf, laufen, schwimmen, rudern und Rad fahren auf Langstrecken.

Den Ausdauer-Arten werden unterschiedliche Kriterien zu Grunde gelegt. Die allgemeine Ausdauer ist wesentlich bei Gesamtkörperbelastungen (Schwimmen Laufen, Biathlon,). Die lokale Ausdauer steht bei Teilkörperbelastungen im Vordergrund (Arme beim Boxen). Es gibt als je nach Sportart unterschiedliche Arten der Muskelbeanspruchung. Beim Eisschnelllauf leistet die Muskulatur dynamische Bewegungsarbeit.
Beim Bogenschießen leistet die Muskulatur Haltearbeit und damit statische Arbeit. Die zeitliche Dimension der Ausdauerleistung benötigt die passende Energiebereitstellung. Bei der Schnelligkeitsausdauer benötigt man Energiebereitstellung für 7 bis 35 Sekunden, Kurzzeitausdauer 35 Sekunden bis 2 Minuten, Mittelzeitausdauer 2 bis 10 Minuten, Langzeitausdauer 10 Minuten bis 6 Stunden und weiter aufwärts.
Die Ausdauer verlangt verschiedene motorischer Fähigkeiten, Schnelligkeits-Ausdauer als auch Kraft-Ausdauer. Die Arten der Ausdauer müssen immer vor dem Hintergrund der jeweiligen Sportart betrachtet werden. Die erforderliche Ausdauer steht immer im direktem Zusammenhang mit den anderen Arten der Ausdauer und soll nie isoliert betrachtet werden.
Die allgemeine aerobe Ausdauer nimmt eine Schlüsselstellung ein, da sie für die Ausprägung aller anderen Arten der Ausdauer als Basis mitbestimmt. Ein Sprinter absolviert im Rahmen seines Aufbautrainings auch Langlaufeinheiten, um optimale Grundlagen für seine Kraft und Schnelligkeit bei den Zielfertigkeiten zu erreichen.

Bei sportlichen Betätigungen werden unter dem Begriff Ausdauer typische Ausdauer-Sportarten assoziiert wie Skilanglauf, Rudern, Langstreckenlauf, Radrennen, und Schwimmen. Bei der Unterteilung der Ausdauer – der allgemeinen Ganzkörperbelastung – wird in die zyklische und aerobe Ausdauer unterteilt. Unter aerober Ausdauer wird die Fähigkeit des Organismus verstanden, die zur Aufrechterhaltung einer Belastungsintensität – wie Geschwindigkeit – notwendige Energie ausschließlich durch die Oxidation mit Sauerstoff (deshalb aerob) bereitzustellen.
Die anaerobe Ausdauer ist die Fähigkeit des Körpers, ein Sauerstoffdefizit zu Beginn einer hohen Belastungsstärke einzugehen. Um Energie dafür bereitzustellen, sind antioxidative Prozesse nötig.
Dabei entsteht Milchsäure, die früher für den Muskelkater verantwortlich gemacht wurde, den man heute kleinen Rissen in den Muskelfasern zuschreibt. Nach der Belastung wird das Sauerstoffdefizit als Sauerstoffschuld abgearbeitet. Ein wichtiges Kriterium der Ausdauer ist die Größe der Sauerstoffschuld, denn diese ist trainierbar.

Die Ausdauer erfüllt viele Funktionen und befähigt den Aktiven eine Intensität über einen längeren Zeitraum beizubehalten. Dadurch ist von Beginn an eine höhere Intensität möglich und der ermüdungsbedingte Zeitverlust wird durch die Ausdauer vermindert. Bei entsprechender Ausdauer kann sich der Aktive besser und schneller erholen und sie begünstigt die persönliche Belastbarkeit, die Stabilität und die sportliche Technik und Konzentrationsfähigkeit. >


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